Zivilisationskrankheiten der Füße

Zivilisationskrankheiten sind Erkrankungen die in erster Linie auf eine ungesunde Lebensweise zurückzuführen sind. Dies hat auch Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Füße.

Hier einige Beispiele der typischsten Zivilisationskrankheiten der Füße:

Pilzinfektionen: Pilzinfektionen werden durch Hautpilze (Dermatomykose) hervorgerufen und sind Verursacher von Fuß- und Nagelpilz. Es besteht das Risiko, dass sich aus einem Fußpilz ein Nagelpilz entwickeln kann und umgekehrt. Hautpilze bevorzugen ein feuchtwarmes Umfeld und sind häufig dort zu finden, wo viele Menschen anzutreffen sind: im Schwimmbad, im Fitnessstudio oder der Sauna. Chronisch kranke Menschen, beispielsweise Diabetiker oder Menschen mit Immunschwäche, sind für Hautpilzerkrankungen besonders anfällig. Aber auch Sportler sind durch häufiges Duschen sowie körperliche Anstrengung disponierter, da die Haut an den Füßen oft feucht und warm ist. Der Fusspilz macht sich in den meisten Fällen zunächst in den Zehenzwischenräumen bemerkbar. Die betroffene Haut weicht auf, ist gerötet, juckt und wird schuppig. Oft reißt sie schmerzhaft ein. Besonders kritisch ist, dass durch die Hautveränderungen nun zusätzlich Bakterien eindringen können und weitere Infektionen verursachen. Über die Zehenzwischenräume breitet sich der Pilz häufig weiter über den Fuß aus.

Nagelpilz führt in der Regel zu einer Verdickung der Nagelplatte. Diese verfärbt sich gelb-bräunlich und bröckelt beim Schneiden der Nägel leicht ab. Die Infektion beginnt meist am Nagelrand und breitet sich von dort zum Nagelwall hin aus.

Mittel zur lokalen Selbstbehandlung, sind in Apotheken in praktischen Darreichungsformen rezeptfrei erhältlich. Diese Substanzen wirken fungizid, das heißt, sie hemmen das Pilzwachstum oder töten die Pilze sogar vollständig ab. Diese Präparate sind meistens zusätzlich entzündungshemmend, so dass sich brennende und juckende Stellen beruhigen können.
Fußpilz sollte mit Antimykotika besser länger als zu kurz behandelt werden, obwohl sich schon nach ein paar Tagen eine Verbesserung einstellt, können noch Pilze in der Haut vorhanden sein. Für eine vollständige Heilung wird bei den meisten Präparaten eine Behandlung von mindestens 3 Wochen empfohlen. Dadurch wird das Risiko einer wiederkehrenden Infektion minimiert. Grundsätzlich sollte man gegen Nagelpilz, regelmäßig so viel wie möglich von den betroffenen Nägeln entfernen. Die verwendeten Werkzeuge müssen nach jeder Anwendung gründlich desinfiziert werden um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Patienten mit ausgeprägter Pilzinfektion, Diabetiker, und geschwächte Menschen sollten vor einer Behandlung unbedingt ihren Arzt aufsuchen.

Hallus Valgus (Schiefzehe, Frostballen, Überbein): Der Hallux Valgus ist die weit verbreitetste Zehenfehlstellung. Hierbei liegt eine Abweichung der Großzehe im Grundgelenk nach außen und einer Drehung der Zehe nach innen vor. Durch diese Fehlbelastung kann sich nach einiger Zeit eine schmerzhafte Arthrose im Großzehengrundgelenk entwickeln. Hauptgrund für diese Zehenfehlstellung ist ein Spreizfuß, der durch erbliche Disposition, aber auch durch das Tragen falschen Schuhwerks entstehen kann. Schuhe mit hohem Absatz belasten den Ballen falsch, ,die Mittelfußknochen sinken ab, wodurch größere Abstände zwischen den Knochen entstehen. Die Großzehe muss den anderen Zehen ausweichen. Im Frühstadium der Krankheit können neben orthopädischen Einlagen, spezielle Schienen zur Stabilisierung des Fußes, zur Linderung beitragen. Es empfiehlt sich häufiger barfuß zu Laufen und das Tragen von offenen Schuhen. Eine dauerhafte Korrektur der Fehlstellung ist aber nur durch eine Operation zu erreichen. Sie wird dann nötig wenn starke anhaltende Beschwerden bestehen.

Beugen Sie vor - und gönnen Sie Ihren Füßen mal eine Auszeit!

- Barfuß laufen fördert die Kraft und Beweglichkeit der Füße
- Fußbäder entspannen und regen die Durchblutung an
- Fußmassagen mit Massagecreme, fördern die Widerstandskraft gegen Erreger von Pilzinfektionen