Medizinische Fachbeiträge
Die Implantation eines künstlichen Schultergelenks kann notwendig werden, wenn durch irreparable Knorpelschäden die Knochen ungeschützt aufeinander reiben. Den Betroffenen bereitet jede Bewegung unerträgliche Schmerzen. Ein Verlust an Gelenkknorpelmasse ist meist degenerativ, also altersbedingt. Rheuma kann in fortgeschrittenem Stadium zu Schäden an Gelenkkopf und- pfanne führen. Infektionen, Tumorerkrankungen im Gelenk oder Humeruskopfnekrose (Absterben des Gelenkkopfes) können ein künstliche Schultergelenk ebenfalls nötig machen. Der erfolgreiche Austausch eines Gelenks ist abhängig vom Zustand der umgebenden Muskelmasse und der Stabilität des Knochens. Auch Alter, Grunderkrankung und körperliche Aktivität des Patienten spielen eine Rolle.Wahlweise werden inverse oder bipolare Vollprothesen eingesetzt oder mit einer Hemiarthoplastik der Oberarmkopf bzw., die Gelenkpfanne ausgetauscht. Oberflächenprothesen (Cup Prothesen), mit denen Teile des Knochens oder Knorpels ersetzt werden, bringen spürbare Schmerzlinderung und Beweglichkeit. Schultergelenksoperationen sollten erfolgen, bevor der Knochenabbau zu weit fortgeschritten und die Bewegungseinschränkung dauerhaft ist. Spätestens, wenn konventionelle Therapien wie Spritzen, Tabletten, Bestrahlung und Physiotherapie versagen, ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Mit anschließenden Reha- Maßnahmen ist oftmals wieder eine vollständige Beweglichkeit möglich.
Zivilisationserkrankungen der Füße sind unter anderem Fuß- und Nagelpilzerkrankungen (Dermatomykosen). Feuchte Wärme zwischen den Zehen sowie allgemeine körperliche Abwehrschwäche ermöglichen dem Pilz eine rasche Ausbreitung. Schuppige, juckende, rissige Stellen zwischen den Zehen können erste Anzeichen sein. Die Behandlung muss sofort und langfristig erfolgen, sonst können Bakterieninfektionen entstehen oder der Pilz auf den Nagel übergreifen. Pilztötende Substanzen zur Selbstmedikation erhält man rezeptfrei in Apotheken. Besonders chronisch kranke Menschen wie Diabetiker sollten eine Fußpilzerkrankung ernst nehmen.
Unter Hallux Valgus versteht man eine Zehenfehlstellung, bei der das Grundgelenk der Großzehe nach außen abweicht, der Zeh selbst aber nach innen dreht. Ursache ist ein Spreizfuß, erblich bedingt oder durch falsches Schuhwerk entstanden. Die dauernde Fehlbelastung kann zur Gelenkarthrose im Großzeh führen. Therapiert wird mit häufigem Barfuss laufen, Einlagen, Schienen oder operativer Korrektur bei dauerhaften Beschwerden.
Krallenzehen sind eine meist angeborene Fehlstellung, bei denen das Grundgelenk überstreckt, aber Mittel- und Endgelenke gebeugt sind. Gefördert wird dies durch falsches Schuhwerk, aber auch durch Vorliegen von Knick-, Platt- oder Spreizfüßen. Durch Spezialeinlagen, Zügelverbände, Schienen und bequeme Schuhe kann eine Formänderung erreicht werden. Hilft das nicht, muss operativ ein Teil der Zehenknochen entfernt werden.